Felix Schwartz – Pressestimmen

NDR Kultur
Vorgestellt von Ludwig Hartmann

Im Kegelstatt-Trio für Klavier, Klarinette und Viola hat sich Daniel Barenboim mit Musikern seiner Berliner Staatskapelle zusammengetan. Matthias Glander, Klarinette und Felix Schwartz, Viola - gemeinsam überzeugen sie in dieser aparten Besetzung mit seidigem, harmonischem Zusammenspiel.


Salzburger Kulturzeitung

Der Legende ist das „Kegelstatt“-Trio während einer Spielpartie skizziert, wenn auch sicher nicht schon definitiv niedergeschrieben worden. Matthias Glander, der Anton Stadlers süßem Klarinettenton schwelgerisch folgt, und Felix Schwartz an Mozarts Lieblingsstreichinstrument, der Viola, ergänzen ideal Barenboims Klavierspiel. (Das Booklet schweigt sich über die Künstlerbiografien aus.) 


Klassik.com
Kritik von Rebecca Vogel

Neben den fünf Trios für Klavier, Violine und Cello ist außerdem noch das Kegelstatt Trio (KV498), welches Mozart während einer Kegelpartie niedergeschrieben haben soll, mit Matthias Glander (Klarinette) und Felix Schwartz (Viola) zu hören. Die unübliche Besetzung scheint Mozart eher inspiriert denn behindert zu haben, denn klanglich büßt dieses Trio nichts von der Frische, der Vitalität, der Flexibilität im Vergleich zu den anderen Klaviertrios ein, obgleich sich alle Sätze lediglich im moderaten Tempo bewegen. So klingt auch der Dialog zwischen Bratsche und Klarinette im 2. Satz spannungsvoll und dynamisch hervorragend ausbalanciert. Technische Schwierigkeiten scheinen auch hier den Interpreten fremd zu sein. Im Finale, einem Rondeaux kann man in Barenboims anrührenden Kantilenen schwelgen und auch hier kann man sich des Gefühles nicht verwehren, alles geschehe im Sinne einer göttlichen Ordnung, wenn das Klavier zum Ende hin beide Couplets- das eine in Moll, das andere in Terzgängen- zusammenfasst.


Arte CD Kritik von Mathias Heizmann

Daniel Barenboim, Kyril Zlotnikov und Nikolaj Znaider (bzw. Mathias Glander und Felix Schwartz im „Kegelstatt-Trio“) bieten eine mustergültige Interpretation dieser Musik. Ein solches Gleichgewicht wird nur selten erreicht: Form und Geist, in der klassischen Musik ohnehin untrennbar, bilden hier eine vollkommene Einheit.
Auch zwischen den Musikern herrscht tiefes Einvernehmen und eine freundschaftliche Atmosphäre, in der jeder alles daransetzt, Mozarts Musik in ihrem ganzen Reichtum wiederzugeben.
Außerdem hat Barenboim in einzigartiger Weise erfasst, was „Singen“ bzw. „Sprechen“ in der Musik – und zumal bei Mozart - bedeutet, nämlich eine Sprache jenseits der uns festlegenden und einschränkenden Reihe der Signifikanten hervorzubringen. Das vermittelt seinem Spiel eine unerhörte Freiheit, wie seine Interpretation des Rondos im „Kegelstatt-Trio“ beweist.


Virtuoses Spiel in seiner ganzen Bandbreite

Alsfeld Musik Art: Felix Schwartz (Bratsche) und Wolfgang Kühnl (Klavier) gastierten – "Heimspiel" für Wolfgang Kühnl

Den Abend eröffnete das konzerterprobte Duo mit drei Schumann-Romanzen. Die Epoche verinnerlichend, ging man das erste Stück sanft an, das sich vor allem durch dynamische Beweglichkeit auszeichnete. Zu gefallen verstand der finessenreiche Zwischenteil: Durchdacht variierten die beiden hier das Tempo. Wimmernde Töne entlockte Schwartz seiner Bratsche in "Einfach, innig"... Gewissenhaft, fast streichelnd intonierte der Hüne an der Bratsche... fortfolgend nicht nur hier. Ein in sich runder Satz endete mit dem arpeggierenden Klavier. Von einem stetigen Entfernen und Zusammenfinden schließlich war das dritte Stück charakterisiert. Aufgelöste Akkorde Kühnls vermochten am Ende Dämmerschleier zu entwickeln: Das Finale erfolgte rekursiv hinsichtlich des Intros, ließ folglich den Kreis schließen.

Filigrane Schwerstarbeit
Begeistert nahm das Publikum Hindemiths mannigfaltige "Sonate op. 11 Nr. 4" auf. Das virtuose Spiel zweier Könner schlug sich hier in seiner ganzen Bandbreite nieder. Ob bei irre schnellen Bratschenläufen, bei denen Schwartz sichtlich filigrane Schwerstarbeit leistete, oder im facettenreichen, limitiert konsonanten Teil mit einem burschikos auftrumpfenden Klavier... – technische Hürden wurden problemlos genommen. Hindemith leuchtete in der Darbietung am Samstag als heller Stern...

Nach der Pause ging... die Post ab beim von tänzerischen Elementen durchsetzten "Konzertstück" Enescus. Schostakowitschs Weltabschiedswerk "Sonate für Viola und Klavier op. 147" letztlich geriet zur Reminiszenz der Interpreten an sein Leben. Das letzte Lamento eines Menschen, der an den politischen Verhältnissen in der Sowjetunion zugrunde ging, erhielt von ihnen den elegischen Tonfall beigemessen, der ihm zustand...

Lautstark dazu aufgefordert, trugen Kühnl und Schwartz schließlich der Forderung nach Zugaben Rechnung beendeten das Konzert mit dem 2. Satz der "Sonate op. 120/1" von Johannes Brahms.

Norman Stahl
Oberhessische Zeitung


Eine fast magische Atmosphäre gezaubert

Konzert mit Felix Schwartz und Wolfgang Kühnl

... Mit Professor Felix Schwartz (Viola) und Wolfgang Kühnl (Piano) ist es gelungen, zwei außerordentliche Musiker ins Bürgerhaus zu holen. Beide präsentierten sich am Sonntagabend als hervorragend aufeinander eingespielte Künstler...

Paul Hindemiths dritte Sonate op. 25 Nr. 1 für Viola solo aus dem Jahre 1922 stand auf dem Programm. Das Telgter Publikum verfolgte gebannt die virtuose und fesselnde Interpretation von Felix Schwartz. Vom energisch, entschlossenen ersten und zweiten Satz über den balladenhaft einsetzenden dritten mit seinen dahingehauchten Klagen bis zum furios hämmernden vierten baute sich kontinuierlich eine Spannung auf, die erst im gemessenen Schlusssatz ein wenig Ruhe fand. Eine fast magische Atmospähre zauberte der beschwörende Ausklang des Werks...

Den Abschluss des Abends bildete die Sonate op. 147 von Dmitri Schostakowitsch für Viola und Piano. Aufgrund der Ereignisse in New York, Washington und Pittsburgh wurde das Werk kurzfristig ins Programm aufgenommen... Schwartz und Kühnl waren in diesem... besonders überzeugend und zogen das Publikum widerstandslos in ihren Bann. Der Schlusssatz, Adagio, bot einige Überraschungen: Immer wieder wurden Phrasen aus Beethovens "Mondscheinsonate" eingeflochten, ergänzt durch ein Mussorgski-Motiv und Eigenzitate des Komponisten. Nach einem Soloauftakt der Viola mit gebetsartigem Charakter setzt ein tröstendes, weiches Piano ein, das die pathetisch gestrichene Melodie in ein stilles, versöhnliches Ende begleitet.

Ein hochinteressantes und – im letzten Teil – sehr bewegendes Konzert.

Martin Wilnus
Westfälische Nachrichten


Ein Konzert der Gegensätze

Staatskapelle eröffnete Spielzeit 2001/02
(zu Felix Schwartz' Interpretation von Alfred Schnittkes Konzert für Viola und Orchester)

... Dank des technisch phänomenalen, lebendig gestaltenden, ausdrucksstarken Solisten Felix Schwartz (Viola) und der mit Umsicht und atmosphärischem Feingefühl ausgeführten Begleitung spürte der Zuhörer die tiefe Beklemmung, in die ihn das Werk führen wollte. Sie verhinderte, obwohl hoch verdient, die Spontanität des Beifalls...

Hans-Jürgen Thiers
TLZ


Würdiger Schlusspunkt einer höhepunktreichen Saison

... Der Solist des Abends war Felix Schwartz, 1. Solo-Bratschist der Staatskapelle Berlin und Viola-Professor in Rostock. Er gab ein imposantes Debüt in Remscheid mit dem selten aufgeführten Bratschenkonzert von Béla Bartók (Instrumentation: Tibor Serly).

Schwartz... offenbarte alle Reize der Viola. Er intonierte sicher bis in höchste Lagen, kommunizierte sehr bewusst bei den herrlichen Dialogen mit den Holzbläsern, bewies im Allegro Elan, Fingerfertigkeit, ging die folkloristische Tanzmusik virtuos-musikantisch an.

Absolut samten der herrliche Beginn des Mittelsatzes. Die perfekte Tongebung machte auch den dritten Satz der Hindemith-Sonate (Zugabe) zum Genuss...

Thomas Wintgen
Remscheider Generalanzeiger


(zu Felix Schwartz' Interpretation von Bartóks Violakonzert mit den Bergischen Symphonikern)

Tänzerisches Finale

... Präzise und verlässlich von den Bergischen Symphonikern unter der Leitung von Romely Pfund begleitet, gewann der erste Solobratschist der Deutschen Staatsoper Berlin seinem Instrument im Stadttheater Remscheid Klänge von ungewöhnlicher Reinheit und Tonschönheit ab. Er milderte die oft herbe Tonsprache des Ungarn zudem durch geschmeidige Phrasierung des Melos, namentlich im Adagio religioso-Mittelsatz. So zog sich ein roter Faden vom gleichsam improvisierten Anfang bis zum tänzerischen Finale. Die Zugabe stammte aus der Feder des Bratschers Paul Hindemith...

Ulrich Mutz
Bergische Morgenpost


Saisonende der Bergischen Symphoniker klangvoll

Dieser Bratschist war einfach riesig

... Noch vor der Pause wurde das Orchester aufgerüstet: für Béla Bartók und einen Bratschisten, der auch als Basketballspieler hätte Karriere machen können. Überragend war denn auch Felix Schwartz' Part im posthum veröffentlichten "Konzert für Viola und Orchester", das, in der letzten Lebensphase komponiert, fast klassizistisch tonal und weniger aggressiv war als die Werke des expressionistischen Bartók. So wurde das Intro des Solisten nur durchbrochen von den Pizzicati der tiefen Streicher – der warme Klang seiner Viola kam Schwartz' zart schmelzender Interpretation zugute. Das "Adagio religioso" geriet zu einem berührenden Innehalten im Angesicht des Todes... Viermal wurde der sympathische Hüne wieder hereingeklatscht, der sich mit Hindemiths "Rasendem Zeitmaß" als Zugabe bedankte...

Stefanie Mergehenn
Solinger Morgenpost


Die Balance an der Wupper

Hauptkonzert: Felix Schwartz war gestern Abend der bejubelte Solist im Violakonzert von Béla Bartók.

... Felix Schwartz war der umjubelte Solist. Verstand er doch höchste Ausdrucksintensität und Virtuosität in den Dienst dieses dunklen Werkes zu stellen.

Zwischen schroffer Leidenschaft und Elegie schwankte das Werk, nur selten tauchten Inseln lichter Momente am Horizont auf. Erst im Mittelsatz stimmten der Rostocker Professor und die Bergischen beseeligtere Töne an. Das brillant wirbelnde Finale mit der hinkenden Soloeinleitung täuschte nicht über die Tragik des Werkes...

Jan Crummenerl
Solinger Tageblatt


Düstere Tragik und expressive Klänge

Achtes Sinfoniekonzert krönender Abschluss der Saison
(zu Felix Schwartz' Interpretation von Alfred Schnittkes Konzert für Viola und Orchester)

... Schnittkes Konzert für Viola und Orchester... ist ganz aus dem dunklen und warmen Klangcharakter des Instruments empfunden. Am Anfang und am Ende steht jeweils ein tristes Largo... Felix Schwartz spielt die verzweifelte Klage [des ersten] mit extremen Vibrato in vielen Abstufungen, von leiser Zartheit bis zur größten Heftigkeit.

Das zweite Largo erinnert an die Solo-Partiten von Bach. Schwartz intoniert hier das Arpeggienspiel mit enormer Attacke und emphatischen Einsatz; es findet schließlich in der Gipfelung des Satzes... ein optimales Gleichgewicht zwischen lyrischer Verhaltenheit und dramatischer Kraft. Der Mittelsatz... [bringt] die für Schnittke typischen Stilmittel zum Vorschein: die schillernden Farbmixturen, die zitatnahen, vielfach gebrochenen und verzerrten Anspielungen, die ständig sich wandelnden Paraphrasen.

Raffinierte Taschenspielertricks

Schwartz gibt diesen raffinierten Taschenspielertricks des Komponisten einen überzeugenden virtuosen und auch emotionalen Ausdruck. Er ergreift – wie es sein muß – deutlich die Initiative und bestimmt die Entwicklung des Ausdrucks...

Dieter Strohmeyer
Nordseezeitung

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Trio Apollon


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